Größter Trockenzylinder der Welt für neue Papiermaschine in Pöls geliefert

Zellstoff Pöls baut derzeit die modernste Papiermaschine Europas. Nun wird ihr Herz-stück geliefert: der Trockenzylinder. Die Investition für die PM3 beläuft sich auf 130 Millionen Euro. Damit sichert sich Zellstoff Pöls den Platz unter den Top-3 der Kraft-papierproduzenten Europas. Das Ziel: weitere internationale Märkte erobern.

August 2018.
Spektakulärer Schwertransport nach Pöls
Der Zylinder ist mit einem Durchmesser von 7,3 Metern und einem Gesamtgewicht von rund 200 Tonnen der größte geschweißte Hochpräzisions-Trockenzylinder der Welt – Andreas Rauscher, neuer CEO Zellstoff Pöls AG, zeigt sich stolz: „Der Transport des Zylinders stellt für alle Beteiligten eine außerordentliche Herausforderung dar und wir sind stolz auf die Leis-tungsfähigkeit unserer Partner.“ Monatelange Vorbereitung zusammen mit der ASFINAG, zwei Spezial-LKWs und das Patent der Andritz AG, diesen Zylinder in zwei Hälften zu liefern, machen den Schwertransport erst möglich. „In der Folge werden die beiden Zylinder-Hälften im Außenbereich der Baustelle fertig zusammengebaut. Nach der Fertigstellung bis Anfang November heben wir den Zylinder mittels 1200-Tonnen-Spezial-Kran über das Dach in die Maschinenhalle ein, wo er oberflächenbeschichtet und auf Maß überschliffen wird.“

Paradeprojekt zweier steirischer Leitbetriebe
Ingrid Gruber, CFO Zellstoff Pöls AG, freut sich: „Mit der Andritz AG haben wir uns für dieses Projekt den besten Partner ins Boot geholt und sind sicher, den ambitionierten Terminplan halten zu können.“ Im Sommer 2019 soll die PM3 mit einer Kapazität von 100.000 Jahreston-nen an den Start gehen: „Damit können wir zukünftig unsere internationalen Kunden mit der doppelten Menge an Kraftpapier höchster Qualität versorgen!“

Spitzenleistung für Österreichs Papierwirtschaft
Andreas Rauscher erklärt: „Der Zylinder, auch Glätttrockenzylinder genannt, ist für die Trocknung des Papiers zuständig. Die PM3 kann damit einseitig glattes Papier herstellen, eine Papier-sorte mit besonders hoher Festigkeit, deren Nachfrage laufend steigt.“ Mit diesem Schritt setzt die Zellstoff Pöls europaweit einen Meilenstein: „Mit der PM3 wachsen wir in die nächste Dimension. Denn die modernste Kraftpapiermaschine Europas erreicht eine maxi-male Produktionsgeschwindigkeit von 85 km/h.“

Strategischer Ausbau für globales Wachstum
Unsere Produktsegmente zeichnen sich durch ein stabiles globales Marktwachstum aus.
Dieses wird auch durch den weltweiten Trend zu nachhaltigem Verpackungsmaterial – Papier statt Plastik – ebenso wie sich verändernde Lebensgewohnheiten in Richtung Take-away- oder Single-Meals unterstützt.
Ingrid Gruber: „Neben unseren Hauptabsatzregionen sind zusätzlich Afrika, Asien und Latein-amerika bedeutende Wachstumsmärkte. Wir punkten damit, dass wir die hohe Nachfrage nach niedrigen Papiergrammaturen bedienen können.“

Wirtschaftsschub für das obere Murtal
Aber auch die gesamte Region spürt den Aufwind durch den Ausbau, so Andreas Rauscher: „Der Spatenstich für den Bau der PM3 erfolgte im Frühjahr 2018 – im Zuge der Bauarbeiten mit vielen hunderten Beschäftigten von Dutzenden Firmen erhöhte sich die lokale Wertschöp-fung enorm. Außerdem nahmen wir bereits im Zuge der Bauarbeiten rund 60 neue Mitarbeite-rInnen auf.“ Mit bald 500 Beschäftigten zählt Zellstoff Pöls damit zu den größten, stabilsten Arbeitgebern und ist bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region.

Das Unternehmen Zellstoff Pöls
Als Tochtergesellschaft der Heinzel Group erwirtschaftet die Zellstoff Pöls AG rund 260 Mio. Euro Jahresumsatz (2017). Die Zellstoff Pöls AG ist der größte Hersteller von hochwertigem, elementar chlorfrei gebleichtem Langfaser-Sulfatzellstoff in Mittel- und Südosteuropa. Neben dem Hauptprodukt Zellstoff mit der Marke „ORION“ wird in Pöls unter der Marke „STARKRAFT“ hochwertig gebleichtes Kraftpapier hergestellt – ein Wachstumszweig. Mehr unter www.zellstoff-poels.at

Ankunft in Pöls
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